Zufällig anders
Manche Glaubenssätze sind so tief in meinem Charakter und meinen Gedanken verankert, dass es mich regelrecht Überwindung kostet, von dem gewohnten Verhalten abzuweichen.
Ungewohnt
Erst die Pflicht, dann die Kür – so lautet die Regel; von der bin ich am Wochenende abgewichen. Statt dem, was ich machen musste, habe ich gemacht, was ich wollte. Das war ungewohnt.
Tatsächlich sagt mir natürlich niemand, dass ich das eine vor dem anderen tun muss. Vielmehr ist es so, dass es sich für mich so anfühlt, als sei ausschließlich diese Reihenfolge richtig.
Leicht
Nur Dinge zu unternehmen, die ich machen möchte, hat dem gesamten Wochenende Leichtigkeit verliehen. Der Spaziergang durch Leipzig, der Sonnenschein und die Motivsuche – alles ein wenig schöner.
Dieses Gefühl hatte ich auch zu Hause. Sichten und Bearbeiten der Bilder, scrollen durch Social Media, selbst das Fernsehen und die Couch fühlten sich einen Tick besser an als sonst.
Anders
Es geht auch anders und dieses andere ist nicht schlechter, nur ungewohnt. Im Hinterkopf brachten sich gelegentlich die wartenden Aufgaben in Erinnerung. Der Ausflug ins Ungewohnte bewirkte wie erwartet keine 180-Grad-Wendung.
Unerwartet und zufällig bescherte mir meine Entscheidung das Motiv dieses Fotos. Während der Aufnahme und der Komposition im Sucher bemerkte ich nicht, dass der Ausleger der Ampel scheinbar aus dem Haus wächst. Ein Geschenk.